Schwarzweiß-Fotografie

Streng, einfach, klassisch, verspielt, klar, elegant – solch einen Facettenreichtum bieten Schwarzweißfotos. Was oft durch Farben überspielt wird, lässt sich im Schwarzweiß-Modus hervorragend betonen und hervorheben. Konturen, Strukturen, Formen, ja sogar der Charakter eines Menschen lassen sich in Schwarzweiß wunderbar in Szene setzen. Entdecke auch du die unendlichen Möglichkeiten der Schwarzweiß-Fotografie und lerne neue Akzente zu setzen!

Auch Topfpflanzen sind tolle Schwarzweiß-Modelle!

Zwei Wege zum Glück

Grundsätzlich bieten sich für Schwarzweiß-Bilder zwei Aufnahmemöglichkeiten: direkt im Schwarzweiß-Format oder im Farbformat mit späterer Bearbeitung in Photoshop (oder ähnlichen Fotobearbeitunsprogrammen). Jene, die keinen Zugang zu solchen Programmen haben, sollten sich daher auf die erste Variante konzentrieren, die gleichzeit auch die simpleste ist. Hierzu aktivierst du einfach den Monochrom-Modus, also die Schwarzweiß-Funktion, bei deiner Kamera und schon geht es los!
Fotoprofis, die über ein Photoshop-Programm verfügen, können ihre Bilder zunächst in Farbe schießen und dann nachträglich mit Photoshop bearbeiten.

Im Photoshop gibt es dazu drei Möglichkeiten:
1. Einfach den Farbmodus verändern
2. Sättingung auf -100 senken
3. Filter auf Schwarzweiß setzen

3 Goldene Regeln

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Nütze den Moment und halte Schönes für immer fest – auch in Schwarzweiß!

Die Drittel-Regel:  Teile das Bild, das sich dir beim Blick durch die Kamera bietet, in Drittel ein und orientiere jene Elemente, die du fotografieren möchtest, an einer dieser Drittellinien – dadurch wirkt das Foto später harmonisch und ruhig.

Die Räumlichkeit: Gerade Linien und Formen kommen in der Schwarzweiß-Fotografie besonders gut zur Geltung und wirken als wichtige Strukturelemente. Wenn du zum Beispiel eine Straße oder Eisenbahngleise als Motiv wählst, nimm diese in der unteren Hälfte des Bildes auf. So entsteht der Effekt, dass die Straße oder Gleise immer weiter zusammenlaufen. Ein “Eyecatcher” ist somit garantiert!

baum_strasse

Auch Alleen eignen sich perfekt für Schwarzweißbilder und entführen einen in die Tiefen des Bildes.

Die Filter: Canon EOS-Kameras zum Beispiel haben digitale Filter serienmäßig installiert. Sie bieten die Möglichkeit, störende Farben wegzuschalten und neue Akzente zu setzen.

Schwarzweiß gezielt einsetzen

Grundsätzlich eignet sich der Schwarzweiß-Modus für alle Arten von Motiven. Doch folgende drei Bereiche sind wie dafür geschaffen:

Portraits – Schönheit ganz ohne Farben festhalten

Diese bewusste Reduzierung auf das Wesentliche bringt so manche Details einer Person zum Vorschein, die in der Farbfotografie wohl “übermalt” worden wären. Um den Schwarzweiß-Effekt vollkommen auszunützen, sollte man bei der Bildgestaltung auf klare Formen, Strukturen und Linien achten und diese gezielt einsetzen. Auch Licht- und Schattenspiele können Schwarzweiß-Bildern feine Nuancen verleihen, ebenso wie das richtige Make-Up. Durch Rouge werden die Wangenknochen betont, was wie ein leichter Schatten wirkt und so die Gesichtskonturen stärker hervorhebt. Smokey Eyes verleihen Damen bei Schwarzweiß-Fotos einen besonders ausdrucksstarken Blick, der den Betrachter garantiert fesselt! Also, ran an die Pinsel und Stifte!

Architektur – Ein Gedicht von Ziegel und Stahl in Schwarzweiß

Seen fungieren wie Spiegel und eröffnen einen Blick in eine andere Dimension.

Seen fungieren wie Spiegel und eröffnen einen Blick in eine andere Dimension.

Gebäude und Bauwerke kommen auf Schwarzweißfotos durch ihre Struktur und Form besonders gut zur Geltung. Farbfotografien wirken oft überladen und lenken von den wesentlichen Details ab. Doch um tolle Gebäudefotos zu schießen, braucht man das richtige Timing. Am besten eigenen sich nämlich die Morgenstunden, denn um diese Zeit herrscht meist noch wenig Verkehr. Zudem bewirkt der niedrige Sonnenstand tolle Effekte: Monumente oder Denkmäler werfen lange Schatten und das Morgenrot eignet sich wunderbar als Hintergrund.

Landschaften – Endlose Weiten im klassischen Format
Ob Wiesen oder Wälder, Seen oder Berge – Schwarzweißbilder verleihen ihnen das gewisse Etwas. Farben lenken oft vom eigentlichen Motiv ab und überdecken den Facettenreichtum der Natur. Der Schwarzweiß-Modus schenkt verschiedenen Lichtverhältnissen neue Bedeutung und rückt sie in den Fokus des Betrachters. Besonders kontrastreiche Motive, wie Bäume in einer Winterlandschaft oder Moore mit Schilf, eignen sich als Motive am besten. Dennoch sollte der Farbmodus nie zur Gänze ausgeschlossen werden, daher immer ein Bild zur Sicherheit in Farbe machen. Denn oftmals ergeben sich aus Landschaftsmotiven auch tolle Farbbilder!

Farbliche Highlights

Mit Photoshop gekonnt bestimmte Bildelemente in Szene setzen.

Mit Photoshop gekonnt bestimmte Bildelemente in Szene setzen.

Wer auf Schwarzweißbildern gerne bestimmte Details in Szene setzen möchte, kann dies ganz einfach im Photoshop-Studio tun. Fotografiere dafür einfach dein gewünschtes Motiv im Farbmodus und öffne es im Photoshop. Wähle dann mit dem “Vielecklasso” oder dem “magischen Lasso” jenes Element aus, das in Farbe sein sollen. Wenn du mehrere Farbelemente haben möchtest, wähle in der Eigenschaftsliste “Modus hinzufügen” aus. Der nächste Schritt ist die Umkehrung der Auswahl. Dazu klickst du unter Auswahl auf “Auswahl umkehren”. So wird der Rest des Bildes markiert, den du nun in Schwarzweiß umkehren kannst. Violà und fertig ist dein Meisterwerk!

 

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Monique

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