Nahaufnahmen immer ein Erlebnis

Neues, Ungewohntes entdecken, das liegt einfach in der Natur des Menschen und Fotografen sind da keine Ausnahme. Kleinkinder habe es da leicht, sie sehen die “Welt im Nahbereich”, wofür man später eine Lupe oder zumindest eine Brille braucht. Den “Fotoapparaten” geht es ähnlich. Eine Nahlinse, ein Zwischenring oder andere Zubehörteile sind meist von Nöten, um in die vielversprechende Welt der kleinen Dinge zu gelangen. Moderne Zoom-Objektive haben oft schon eine “Makrostellung”, mit der die Aufnahmen leichter werden, oder man wählt aus dem breiten Angebot ein spezielles Makro-Objektiv für die Spiegelreflexkamera aus. Übrigens, auch viele kompakte Digitalkameras verfügen über eine sehr effiziente “Makroeinstellung”. Ein paar Tipps zu gelungenen Nahaufnahmen:

Natur

Aus der Nähe betrachtet entwickeln Pflanzen eine neue, ganz besondere Schönheit.

Aus der Nähe betrachtet entwickeln Pflanzen eine neue, ganz besondere Schönheit.

Aufnahmen von Blüten oder kleinen Pflanzen stehen in der Rangordnung an oberster Stelle. Ein tiefer Standpunkt ist zwar nicht gerade bequem, Kameras mit einem schwenkbaren Display machen den “körperlichen” Aufwand allerdings erträglich.

Stilleben

So vielsagend und ausdrucksstark kann eine Schere sein.

So vielsagend und ausdrucksstark kann eine Schere sein.

Alles ist möglich, heißt der Wahlspruch für jeden, der Lust auf Fotos im Nahbereich hat. Setzen Sie der Kreativität keine Grenzen. Selbst ein schlichter Haushaltsgegenstand, kann mit dem passenden Licht – zum Beispiel dem einer modernen LED-Taschenlampe – zu einem tollen Modell werden.

Dokumente

Altes neu in Szene gesetzt!

Altes neu in Szene gesetzt!

Bilder, Schriftstücke oder alte Dokumente, all diese “planen Vorlagen” lassen sich mit der Makrostellung (oder dem eingangs angeführten Zubehör) leicht fotografieren. So kann die Kamera auch den Scanner ersetzen und die Aufnahme lässt sich u.A. problemlos als E-Mail versenden.

Modelle

Mit einer Nahaufnahme lassen sich Miniaturobjekte täuschend echt darstellen.

Mit einer Nahaufnahme lassen sich Miniaturobjekte täuschend echt darstellen.

Für eine realistische Abbildung von Modellen, wie z.B. einem Zug einer Modellbahnanlage H0, sind zwei Voraussetzungen erforderlich. Große Schärfentiefe, die ergibt sich aus einer “kurzen Brennweite” in Verbindung mit entsprechender Naheinstellung. Ideal für die Reflexkamera sind daher Superweitwinkel Objektive und eine kleine Blendenöffnung. Bei Makroobjektiven wird es mit dem scharfen Bereich bereits Probleme geben.

Wichtig ist auch ein tiefer Kamerastandpunkt, damit die Perspektive stimmt. Schließlich betrachten wir Autos und Zuge nur selten von oben. Hier haben die kleinen Kompaktkameras, die man direkt auf die Schienen legen kann, die Nase vorn!

Ganz extrem

Extremer-Makrobereich

So spannend wirkt eine Taschenuhr im extremen Makrobereich.

Mit speziellem Zubehör lassen sich kleine Dinge außergewöhnlich groß darstellen. Am einfachsten geht das mit einem Makroobjektiv und einem Balgengerät, welches zwischen Kamera und Objektiv kommt. So betrachtet kommen selbst die Zahnräder einer Taschenuhr ganz groß heraus.

Ist doch spannend, die Welt so aus der Nähe zu betrachten. Workshop und Seminare zum Thema Makroaufnahmen finden Sie unter CF1.at >> Workshop & Co.

Anselm F. Wunderer

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Monique

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