London – Fototipps

Nebelig und grau – das ist London nun wirklich nicht immer. London pulsiert, ist bunt und aufregend. Einen ungewöhnlichen Blick auf die Weltmetropole zeigt Ihnen Profi-Fotograf Bernhard Brenner.

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Besonders reizvoll sind Panoramafotos. Vor allem entlang der Themse gibt es unzählige Möglichkeiten dafür.

Morgenstund hat Gold im Mund, dieses viel strapazierte Sprichwort gilt auch für Fotografen im städtischen Umfeld. Zur Morgenzeit ist man fast alleine unterwegs. Ich beobachte gerne die Stadt beim Munterwerden und man hat neben dem perfekten Licht oft den Blick frei auf so manche Sehenswürdigkeit. Ab Beginn der Rush-Hour hat man bei der Millennium Bridge keinen freien Blick mehr auf St. Paul‘s Cathedral, davor kommen nur vereinzelt Jogger vorbei.

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Informieren Sie sich schon im Vorfeld, was wann wo passiert. Der Wunsch vieler London-Besucher ist es, die geöffnete Tower-Bridge zu sehen. Oft ist die Brücke aber tagelang geschlossen. Wenn dann ein Schiff durch muss, geht die Brücke auf und das Spektakel ist in wenigen Minuten wieder vorbei. Um nicht oft das Glück hoffen zu müssen, oder vor Ort Zeit für die Informationsbeschaffung zu verschwenden, informieren Sie sich schon zu Hause im Internet – hier finden Sie schon Wochen voraus, wann die Brücke geöffnet wird.

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Die Sehenswürdigkeiten als ganze abzulichten ist im urbanen Umfeld oft unmöglich oder fotografisch nicht spannend. Suchen Sie neue Perspektiven und vergessen Sie nicht auf Details. So hat neben  dem Weitwinkel-Objektiv auch das Tele-Objektiv seinen Platz im Fotorucksack.

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Einen ungewöhnlichen Blick auf London bieten die vielen Feste der Stadt. Der Notting Hill Carnival findet jedes Jahr am letzten Augustwochenende statt und ist das größte Fest Europas. Die vielen Veranstaltungen rundherum verleihen der Stadt ein buntes Flair. Sichern Sie sich rechtzeitig einen Platz in der ersten Reihe. Ich würde schon zwei Stunden vor Paradenbeginn da sein. Wer zu spät kommt, hat kaum die Chance aus den hinteren Reihen auf einzigartige Bilder. Packen Sie ein Buch zum Verkürzen der Wartezeiten ein und eine Jause. Eine Wasserflasche und eine Kopfbedeckung sind empfehlenswert. Es ist zwar England, aber auch hier kann es im August brütend heiß sein!

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Mit dem Stativ und extra langer Belichtungszeit vor dem London Eye. Aber Achtung, wenn einer der zahlreichen Busse über die Brück donnert, dann beginnt auch das Stativ zu schwingen.

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Vergessen Sie nicht auf die Musts der Stadt. Dazu gehören sicher dir roten Telefonboxen, die man selbst im Handyzeitalter noch überall in der Stadt findet.

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Mit den ewig gleichen Reihenhäusern hatten auch schon Asterix und Obelix ihre Probleme. Ich hab auch hier versucht einen anderen Blickwinkel zu finden und kerzengerade von  vorne draufzuhalten, damit die Bilder an Tiefe und Raum gewinnen.

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„You’re not in trouble, but…“, mit diesen Worten begann der Officer der Metropolitan Police, als ich vor dem Scotland Yard Office das Morgenlicht einfangen wollte. Er kontrollierte meinen Ausweis und die Fotos auf der Kamera, dann forderte mich auf, dass ich hier schon genug Fotos gemacht hätte. Stop and Search nennt sich diese Aktion der Londoner Polizei und viele Fotografen werden kontrolliert. London gehört zu den am besten überwachten Städten der Welt. Jeder Schritt wird beobachtet. Nehmen Sie immer Ihren Reisepass mit!

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Ein Blick von oben schafft einen guten Überblick über die Stadt. Besonders gut geeignet dafür ist St. Paul’s Cathedral. Drinnen ist das Fotografieren verboten, aber oben am Dach darf man den Ausblick einfangen. Fast ein Muss bei einem Londonbesuch.

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Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. London kann man definitiv das ganz Jahr bereisen und immer wird man interessamte Motive entdecken.

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Camden
Im Norden Londons findet man den Camden Market, einer der beliebtesten Märkte der Stadt. Mit 500.000 Besuchern pro Woche kann das Gedränge speziell an den Wochenenden dicht werden. Fotografen mit teurer Fotoausrüstung sollten hier besonders gut Acht geben. Mehrmals brannte bereits dieser Markt, das letzte Mal 2008. Auch das Lieblingspub von Amy Winehouse und zahlreichen weiteren Rock-Stars wurde ein Opfer der Flammen. Für Fotografen gibt es hier unzählige Motive. Es lohnt sich, den Blick auch mal nach oben zu richten.

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bernhard-BrennerZur Person: Bernhard Brenner  

Seit 2006 ist er bei Fuess Audiovision für die Erstellung von Videos und Projektionen zuständig. Außerdem ist er Schulungsleiter bei der Wiener Fotoschule und schreibt und fotografiert für das UNIVERSUM-Magazin. Nebenbei gründet er mit Pascal Violo die Veranstaltungsreihe „Alles Leinwand“ und organisiert quer durch Österreich Live-Reportagen und Diashows mit bekannten Fotografen und Abenteurern. Seine große Leidenschaft gilt aber nach wie vor dem Reisen. Er leitet Fotoreisen, vor allem Asien, Indien, Nepal oder China sind seine bevorzugten Reiseziele. Zur Webseite: www.bernhardbrenner.com

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Monique

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